Allianz Russland-China: Stabilitätspfeiler der Weltpolitik und Feindbild neuer Pentagon- Hardliner

oder "Meinst du, die Russen wollen Krieg.."

Seite Aspekte-70 -Europa-Ukraine-NATO März 2015 Die Griechenland -Farce und die Ukraine -Europa-Ukraine-NATO März 2015 Moskau 1993-Ukraine 2014  geostrategische  Machtblöcke
Allianz Russland-China: Stabilitätspfeiler der Weltpolitik und Feindbild neuer Pentagon- Hardliner
oder "Meinst du, die Russen wollen Krieg.."
 

Zur ESKALATION des Russland-Bashings 2016 - eine Betrachtung

Bashing ist bekanntlich der verbale oder physische Angriff im Zuge eines Konflikts. In aktuellen Medienbeiträgen rund um Russland spricht man in diesem Zusammenhang von einem Aspekt der Wiederbelebung des Kalten Krieges. Im Artikel  "Nato ... im neuen kalten Krieg gegen Russland"   dieser WEB- Seite lesen Sie Betrachtungen vorrangig der NATO-US- Politik gegenüber Russland aus dem Zeitraum  2013/2014. Heute - im Sommer/Herbst  2016 - wird dieses Polit- Bashing weiter eskaliert, hat einen unerträglichen Umfang und einen extrem aggressiven und gefährlichen  Charakter angenommen.

Nach dem Zusammenbruch der Weltmacht UdSSR(1991) wähnten sich die westlichen Staaten mit den USA an der Spitze als alleinige Herrscher über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Geschicke der Welt, ihr Demokratie - Modell sehen sie mehrheitlich als Vorbild, das es missionarisch weltweit zu etablieren gilt. Die Weltordnung soll sich nach westlichen Demokratie- Konzepten richten!
Die Entwicklung der VR China - als unliebsamer Gegenbeweis eines anderen Staatskonzeptes wurde bislang öffentlich tunlichst ignoriert, obwohl schon seit geraumer Zeit seriöse Politiker wie etwa der ehemalige US- Außenminister Kissinger tiefgründige Analysen der Politik dieses Riesenreiches vorlegten.
Heute hat sich auch der Staat "Russische Föderation" in neuer Gestalt seines Gesellschafts- und Wirtschaftssystems weitestgehend etabliert, macht eine klare Bündnispolitik und ist auf dem Wege, wieder eine strategische Weltposition einzunehmen. Das Desaster Russlands von 1991 ist weitgehend überwunden, das Reform- Szenario der russischen "Demokraten" und deren westlicher Ratgeber erwies sich als verheerend für das Land und seine Menschen. (Sie haben sicher meinen Artikel über wichtige  Hintergründe dieses Zusammenbruchs, zur Rolle von Gorbatschow, Jakowkew u.a  gesehen).
Heute haben die russischen Wissenschafts- und Technik-Eliten mit ihren komplexen Schulen und Organisationsprinzipien ( Wissenschaftliche Leistungszentren, Zentrale "General"- Konstruktionsbüros mit außerordentlichen branchenübergreifenden Befugnissen u.a.)  ihre Bedeutung zurückerlangt.  Die staatlichen Strukturen dieses Riesenreiches sind wieder funktionsfähig. Sie orientieren sich an geschichtlich erprobten Mustern der Führung des größten Staatsterritoriums der Erde. Die Sanktionen des Westens im Zuge der Ukraine- Krise haben die russische Wirtschaft nicht destabilisieren können, wie erhofft und oftmals beschworen, auch der Verfall des Ölpreises hat das Land nicht destabilisiert.

Weltweit vertiefen sich fundamentale Widersprüche und Defizite der westlichen "Ordnung" immer stärker! Der Nahe Osten ist zu einem Brandherd geworden , der nur in Gemeinsamkeit zwischen den USA und Russland eingedämmt werden kann. Es verstärken sich auch die Spannungen rund um die "Reststaaten" der ehemaligen UdSSR ! Die Ausbreitung des "Islamischen Staates" tangiert geopolitisch auch  die Russische Föderation an ihrer Südflanke, die in vorderer Reihe des Kampfes gegen den "IS"  steht ! Wenn man sich dabei die religiösen Ausrichtungen der Territorien dieser Region (bei Wikipedia) vergegenwärtigt, kann man leicht verstehen, dass Russlands Sicherheits-Interessen nicht nur in der Westflanke , sondern auch im Süden berührt sind. Die NATO und die USA tun ihr "Möglichstes" . 
Die
neue Allianz der Stabiliät mit China und Russland an der Spitze hat heute die Rolle und Wirkung eines Gegengewichts zu NATO und US- Weltmachtsanspruch! Sie ist aber auch Vorwand für ein agressives  Politik- Bashing westlicher Politik- Hardliner. Die Illusionen der US von ihrer weltweiten Dominanz sind bereits unübersehbar zerbröckelt, aber man will gegensteuern. Und die Allianz China- RF stellt natürlich auch einen potentiellen militärischen Gegner dar. Die wütenden Attacken gegen Russland zeigen, dass Russland wieder ein Schwergewicht auf der internationalen Arena ist, ohne dessen Einbeziehung in Konfliktlösungen oder Friedensstrategien Nichts geht!
Die Gesamtsituation  stellt sich  als schwer überschaubare widersprüchlicher Komplex dar, mit vielen Playern, teilweise in Stellvertreter-Rollen und deren Interessen. Wir sollten bzgl. der Kriege im Nahen Osten nicht vergessen, dass hier der Kampf um eine "Regionale Ordnung" im Kampf  verschiedener Glaubensrichtungen des Islam, finanzkräftiger und mächtiger schiitischer oder sunnitischer Staaten und Machtgruppen tobt! Leider hören wir über die Hintergründe dieser Eskalation tausendjähriger Feindschaften und Machtkämpfe in unseren Medien kaum etwas, und Verbrechen an Zivilisten üben ja ohnehin nur "die Russen" und die syrischen Regierungstruppen aus! Über die Rolle des NATO- Mitglieds Türkei bei der Unterstützung der sunnitischen Kämpfern in Syrien erfährt man in öffentlichen Medien der BRD nichts.

Den Gegenpool China/Russland bzw. das Engagement Russlands für die rechtmäßige Regierung Syriens nicht zum Antrieb bzw. zur Beweisführung einer "erforderlichen" Hochrüstung wegen bestimmter Defizite werden zu lassen, ist eine höchst brisante und sensible Aufgabe der Politik , der ganzen Weltöffentlichkeit. Sie kann man nur mit vertrauensbildenden gemeinsamen Maßnahmen und Aktionen beider Blöcke  voranbringen.

Hatten wir das nicht alles schon einmal in Zeiten des Höhepunktes des Kalten Krieges, als die Welt am Rande eines nuklearen Infernos stand? Und haben gewisse Kreise daraus Lehren gezogen? Die weitverbreitete Russland- Hetze des Westens legt leider nahe, dass die Verantwortlichen der NATO und des Weißen Hauses keine Lehren aus der Geschichte des gesamten letzten Jahrhunderts (!) gezogen haben -  das mit der Oktoberrevolution 1917 begann! Lehren aus dem Leid von etwa drei Generationen! Leider reihen sich heute führende deutsche Medien an der Spitze eines europäischen Ratings in die Schar der Ignoranten dieser Geschichte ein.

Wichtige neue Themen der Weltpolitik (Stichworte : Globalisierung und Abbau der "Arm- Reich" -Spannungen in der Welt, Gestaltung eines robusteren, krisensicheren Welt-Finanzsystems, Stabilisierung der Ökologie des Planeten Erde und seiner Klimabilanz, Herausforderungen der modernen Wissenschaft im Gesundheitswesen, der Nuclear- und Astrophysik, Kampf gegen Internet- Kriminalität  usw. ... ) würden alle Kraft eines  Bündnisses der Vernunft  benötigen. Wider alle Vernunft und Erfahrung der Geschichte werden jedoch gewaltige Ressourcen im neuen Spannungsfeld der beiden "Macht-Blöcke" für Militärausgaben verschleudert! Frau Merkel lässt derzeit (10/2016) den "Verteidigungsetat" der BRD von ca. 1,2 % des BIP auf 2% erhöhen! Was soll dieser Wahnsinn?

China und Russland haben ein strategisches Bündnis geschlossen, das wesentlich von der Stärke und der Stabilität traditioneller chinesischer Außenpolitik geprägt ist.  Es ist bedeutsam, dass Chinas führender Politiker Xi Jinping - im Sinne der bewährten chinesischen Diplomatie erst kürzlich sagte:
 "Die chinesisch- russischen Beziehungen sind eine der wichtigsten zweiseitigen Beziehungen in der Welt. Sie entsprechen nicht nur unseren Interessen, sondern dienen als Garantie der Balance in der Welt".... China und Russland müssen nicht nur ihr strategisches Zusammenwirken in der internationalen Arena verstärken, zusammen die Prinzipien des Statut der Vereinten Nationen verteidigen, wir müssen zusammen den Frieden sichern". ..Wir werden unser System anderen nicht aufzwingen, und wir wollen auch
nicht, dass andere uns ihres überstülpen" .
Die neue Allianz der Stabilität mit China und Russland an der Spitze dient der weltweiten Sicherung eines globalen Friedens.

Während heute ein Verweis auf die Geschichte der UdSSR eher viele Menschen wenig überzeugt, wird andererseits eine Betrachtung der Entwicklungen rund um die VR China  als Erfolgs- Modell kaum bezweifelt. Dazu (nochmals) einige bemerkenswerte Feststellungen, die der bekannte US- Politiker Kissinger in seinem Buch "China"  (H.Kissinger :China ISBN 978-3-570-55191-2) hervorhob:

 Chinas führender Politiker Zhao bezeichnete bereits 1987 (!) die Entwicklung der Beziehungen zwischen Sozialismus und Marktkräften als eine Schlüsselfrage der weiteren Entwicklung Chinas. "Staaten regulieren entweder durch Planung oder den Markt. Nach den Konzepten der Chinesen muss die Planung die Nutzung der Marktkräfte mit einschließen, keinesfalls ausschließen! Unternehmen werden die Markkräfte umfassend nutzen,der Staat wird die Wirtschaft makroökonomisch lenken".

Man kann aus dem Zerfall der UdSSR nicht ableiten, dass nur eine westlich- demokratische Gesellschaftsform weltweit existenzberechtigt ist. Es geht heute nicht primär um eine ideologische Restauration des Sozialismus als Alternative, zumal heute keine sozialistischen Erfolgsmodelle überleben konnten. Auch Chinas Erfolgsstory der 90-er Jahre und des 21 Jh. ist kein Sozialismus - Modell Marxscher Art, erhebt um so weniger Anspruch auf eine "proletarische Weltrevolution".. Chinas Erfolgsstory spricht wirtschaftspolitisch eine neue Sprache, aber sein Politiksystem unterscheidet  sich gravierend. 
Die Reformen Chinas, begonnen unter Deng
( Deng begann 1977 seine legendäre Reform-Epoche), sicherten eine pragmatische und stabile Wirtschaftsentwicklung mittels der zentralen Einflussnahme auf schrittweise Verbesserung makroökonomischer Grundlagen bei gleichzeitiger Förderung dezentraler unternehmerischer Aktivitäten, ohne an den ideologisch geprägten Grundsätzen einer zentralen Führung wesentliche Korrekturen zuzulassen. Eine starke Wirtschaft in Regie der Staatsführung musste Grundlage der Entwicklung des Wohlstandes der großen Mehrheit der Bevölkerung sein. Wirtschaftsreformen waren der Kern der Entwicklung Chinas und wurden mit exorbitanter Priorität umgesetzt. Die führende Rolle der Partei, ihre Autorität wurde aber nicht unterhöhlt oder in Zweifel gezogen.
Der Kern der bedauerlichen  gegensätzlichen Entwicklungen zwischen  China und der UdSSR in der davorliegenden  Geschichtsetappe (mit dem Höhepunkt des Konfliktes im Amur-Grenzgebiet)  erklärt sich nach Deng Xiaping aus einer grundsätzlichen Differenz der "Strategien" dieser Staaten in dieser Zeit.
Die (sich anschließende) Politik mit Glasnost und Perestroika in der UdSSR
" ...  hielt man in Beijing aber ebenfalls für irrelevant oder sogar für töricht ( übrigens ja nicht nur in China). Man lehnte Gorbatschows Modernisierungskonzept als schlecht durchdacht ab, weil es politische Reformen zur Vorbedingung von wirtschaftlichen Reformen machte. Die Chinesen waren der Ansicht, dass man politische Reformen im Laufe der Zeit durchaus brauchte, aber wirtschaftliche Reformen mussten ihnen vorausgehen".

Noch einmal sei Herr Kissinger zitiert:
  

"Als dann die Sowjetunion zerfiel, betrachtete man diesen Vorgang in den USA als einen “umfassenden Sieg der demokratischen Werte“. Es war parteiübergreifender Konsens,dass etwas Neues an die Stelle des altbekannten »Gangs der Geschichte« treten würde: Sowohl Verbündete wie Gegner steuerten unaufhaltsam auf die Einführung einer Mehrparteiendemokratie und einer liberalen Marktwirtschaft zu (beides Institutionen, die aus amerikanischer Sicht untrennbar miteinander verbunden waren) Alles, was sich dieser kraftvollen Entwicklung entgegenstellte, würde hinweggefegt werden. Es hatte sich eine neue Ordnung herausgebildet, und der klassische Nationalstaat verlor darin an Bedeutung, während die internationale Ordnung sich fortan zunehmend auf transnationale Prinzipien gründen würde. Man setzte voraus, dass Demokratien ihrem Wesen nach friedfertig seien, Autokratien hingegen galten als gewalttätig und beförderten angeblich den internationalen Terrorismus. Deshalb betrachtete man Bestrebungen, die auf Regimewechsel in anderen Staaten zielten, (weiterhin) als legitime Mittel der US-Außenpolitik und nicht als Einmischung in innere Angelegenheiten. .. und betrachtet ihre Wertvorstellungen als universell anwendbar. Man glaubte, dass man diese entweder durch die Schaffung von Anreizen oder durch entsprechenden Druck, also durch Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines anderen Landes..  ", als Weltmissionar vertreten müsse.

Die Auseinandersetzung über dominante Gesellschaftsmodelle und eine erstrebenswerte Weltordnung ist heute genau so aktuell wie zu Zeiten des Kalten Krieges. Chinas politische Führer hielten und halten die Prognose des universalen Sieges der westlichen liberalen Demokratie und der Hegemonie als einziges Gesellschaftsmodell eher für einfältig. Die chinesische Führung vertritt eine internationale Ordnung, in der die Ausbreitung politischer Prinzipien über die eigenen Grenzen hinaus (einst sakrosankter Grundsatz kommunistischer Politik) abgelehnt wird, weder durch China selbst, aber auch nicht durch andere Mächte!
Bereits Zhou Enlai fixierte unter den fünf  Grundsätzen der friedlichen Koexistenz , die auch heute in China politischer Grundsatz sind:

Wir werden unser System anderen nicht aufzwingen, und wir wollen auch nicht, dass andere uns ihres überstülpen .

Analoge Aussagen traf auch Vladimir Putin in seiner Rede kürzlich auf der 70 UN- Vollversammlung : Dort warnte er, anderen Nationen die eigene Ideologie aufzudrängen. Kein Land der Welt müsse sich einem einheitlichen Entwicklungsmodell unterordnen. „Wir sind alle unterschiedlich und das muss respektiert werden. Niemand ist verpflichtet, sich einem einheitlichen Entwicklungsmodell unterzuordnen, das von irgendjemandem als einzig richtig eingestuft worden ist“, sagte Putin. "Die Erfahrung der Vergangenheit dürfe nicht vergessen werden" und verwies auf die Sowjetunion. „Der Export sozialer Experimente, der Versuch, die Wandlungen in einem anderen Land auf der Grundlage der eigenen Ideologie zu fördern, führten oft zu tragischen Folgen, nicht zu Fortschritt, sondern zu Verfall.“ Deutlicher kann man sich kaum vom ehemaligen sowjetischen Kurs des Exports von sozialen Revolutionen distanzieren!

Gleichzeitig wird in der internationalen Arena zunehmend deutlich, dass  "die globale Führungsrolle der USA massiv in Frage gestellt wird , darunter im Zusammenhang mit dem Kampf gegen den „Islamischen Staat“. W. Putin war nicht der einzige Staatschef, der die Vereinigten Staaten herauszufordern wagte, um Obama beim Weltgipfel effektvoll in den Schatten zu stellen, den der US-Präsident jedes Jahr dafür nutzt, um im Mittelpunkt zu stehen“(Zitat  Collinson) . Auch die Präsidenten Chinas und des Irans, Xi Jinping und Hassan Rouhani, zwangen Obama, nicht nur das Erbe seiner Außenpolitik, sondern die gesamte Konzeption der Weltordnung zu verteidigen, die sich auf die 70 Jahre dauernde Vormachtstellung der USA stützt.

 

Neuauflage einer Propaganda-Schlacht  der USA und der NATO- Staaten gegen Russland


In den letzten Monaten vor der 70. Generalvollversammlung der UNO war eine  gewisse Hoffnung von westlichen Realpolitikern zu registrieren, dass durch  eine diplomatischen Zusammenarbeit der Hauptbeteiligten - insbesondere  der USA, Russlands, des IRAN und natürlich Syriens selbst  der einzig reale Weg zur  Beendigung der Syrienkrise, des unsäglichen Krieges und der Destabilisierung des ganzen Nahen Ostens ist. 

Es sind offenbar immer noch dieselben Hardliner oder deren Schüler an entscheidenden Positionen des US- Sicherapparates, die 1983 mit Able Archer 83 die Welt an den Rand eines atomaren Infernos brachten, weit gefährlicher als die Kuba- Krise . Oder war das ein Teil dieses Szenarios? (Bei fehlender Verfügbarkeit des Original- Links zu Able-Archer 83 - hier ist eine Kopie ). Und heute (2016) provozieren  Atombomben-bestückbare Superbomber der USA an den Grenzen Russlands!

Die aktuellen Ereignisse im Weltgeschehen rund um die Ukraine, aber auch anderer global bedeutsamer Konflikte, vor allem auch im mittleren Osten rund um Syrien oder auch im Südpazifik muss man zweifelsfrei als Auseinandersetzung geostrategischer Machtblöcke, als Widerstand gegen die alte Politik der weltweiten Hegemonie des Westens einordnen. "Able Archer 83" existiert scheinbar  noch immer als Prototyp in den Köpfen westlicher Militärs.
In diesem Kontext beobachten wir auch mit Sorge militärische Operationen, wie sie weit weg von Europa sich im südchinesischen Meer abspielen: Die Kriegsmarinen Russlands und Chinas planen für September dieses Jahres ein gemeinsames Manöver im Südchinesischen Meer. Das teilte der amtliche Sprecher des Verteidigungsministeriums in Peking am Donnerstag (04.08.16) mit. Und erstmals seit zehn Jahren verlegen die USA eine ganze Staffel überschallschneller Langstreckenbomber B-1B Lancer in den West-Pazifik. Bomber, die als moderne Nachfolge des B-52 auch extreme politische Symbolik aussenden,  ein unmissverständliches Signal an China- zwei Generationen nach dem furchtbaren Atomwaffeneinsatz über Japan!
Die USA waren bereits 2002 vom mit Russland geschlossenen Vertrag zur Begrenzung der Raketenabwehrsysteme einseitig zurückgetreten und hatten die Aufstellung von Abfangraketen und Radaranlagen in Osteuropa angekündigt – offenbar um russische Interkontinentalraketen abfangen zu können.

Im rumänischen Deveselu sollte kürzlich (8/2016) eine Raketenstellung mit Überwachungsradar feierlich für voll einsatzfähig erklärt werden. Mit den universellen Startanlagen des Typs Mk-41 vor Ort können dort sowohl Abfangraketen als auch Tomahawk-Marschflugkörper mittlerer Reichweite gestartet werden. In zwei Jahren soll eine ähnliche Anlage in Polen entstehen. Russland betrachtet diese Pläne als Verstoß gegen den Vertrag über die Vernichtung der Raketen mittlerer und kurzer Reichweite (INF)und sieht das Abwehrsystem gegen sich gerichtet.
Die Nato bestreitet das, formell begründen die USA und deren Verbündete dieses Raketenabwehrprojekt mit einem angeblichen Schutz vor dem Iran, der bis Sommer 2015 wegen seiner Atom- und Raketenprogramme international unter Sanktionsdruck stand. Diese US-Pläne stießen bei Russland auch deshalb auf Widerstand, weil die USA es ablehnen, rechtsverbindliche Garantien dafür abzugeben, dass der entstehende Raketenschirm nicht Russlands Atomraketen zum Ziel hat. Moskau befürchtet, dass das neue amerikanische Waffensystem auch nukleare Interkontinentalraketen abfangen und so das russische Atomarsenal entwerten könnte. Eine entsprechende Reaktion der RF ist daher wohl mehr als angemessen, wenn diplomatische Mittel und die Empörung großer Teile der Weltöffentlichkeit nicht ausreichen. Eine entsprechende  "
Reaktion  auf den  USA Raketenschild" auch im Zusammenhang mit der  Verweigerung einer Garantie ist daher sicher auch ein Stück einer Rüstungs-Spirale, die aber wohl nicht seitens der RF initiert wurde und angetrieben wird. 
Auch an der Nordgrenze der Russischen Föderation spielen die USA mit neuen Provokationen gegen russische Stützpunkte in der Arktis- mit 
B52 -Bombern an der Arktisgrenze.  Es werden weltweit Unsummen in die Entwicklung und den Bau neuartiger strategischer Bomber investiert, voran die USA! [ Wahnsinn -Hochrüstung der USA ] .. Es ist sehr wahrscheinlich , dass gewisse Strategen der USA bzw. NATO versuchen, auch neuartige russische und chinesische Hyperschallflugzeuge  ( Codename Ю-71 ) auf diese Weise als Argumente für ihre aggressive Politik zu nutzen. Eine neue unsägliche Spirale des Wettrüstens !!
Die Nato-Übungen im Jahre 2016 im Ostseeraum waren die größten seit dem Zweiten Weltkrieg. Allein an dem Großmanöver „Anaconda 2016” in Polen nahmen mehr als 30.000 Soldaten aus 24 Ländern teil, darunter auch Bundeswehrpioniere.
Das US-Luftwaffenkommando für weltweiten Angriff (AFGSC) hatte zuvor bestätigt, dass atomar bestückbare В-52-Bomber an den Militärübungen Baltops und Saber Strike im Baltikum teilnehmen werden.
Man kann leider derartige Beispiele in großer Zahl anführen!

Der Befehlshaber der strategischen Raketentruppen der RF, Generaloberst Karakajew, hat jetzt Informationen über die Entwicklung einer schweren ballistischen Feststoffrakete RS-26 öffentlich gemacht, Nachfolger für bereits sehr gefährliche Raketen mit Vielfach- Gefechtsköpfen. Auch die russischen Flugzeugbauer konnten ihr Wissen nach dem Jelzin- Chaos rekonstruieren und an eine neue Generation talentierter Konstrukteure und Technologen weitergeben
. Aber ist deshalb der Russe und Putin der "Böse" ?? Eine noch so geschickte Politik des selektiven Journalismus wird nicht weiterhelfen, den Leuten einzuhämmern, was bereits Medienpolitik im tiefbraunen Deutschland war!
Damit  der deutsche Medienkonsument auch die NATO- Politik des neuen Drangs nach Osten verinnerlicht, muss  der Journalismus helfen!Gemäß "Sputnik-news" sind gleich sieben deutsche
Medien unter den Top-10 der Russland-Basher
!
Und als ein jüngstes Beispiel der Medienpolitik kann man wohl die Geschehnisse um den Angriff auf den UNO-Hilfskonvoi für Aleppo nennen. Nachdem mit viel diplomatischem Aufwand eine Verständigung über Waffenruhe und Hilfstransport für den Aleppo- Ostteil zwischen den USA und Russland erzielt wurde, wurde bekanntlich dieses Verbrechen durch einen Luftschlag auf den Konvoi mit mehreren Toten in den Medien der westlichen Welt indirekt Kampfjets Russland als Verbündetem der Regierung Syriens "zugeschrieben". Dass genau zu diesem Zeitpunkt von einem türkischen Militärstützpunkt eine US- Kampfdrohne startete und längere Zeit über diesem Konvoi flog, während syrische oder russische Angriffe mit Sicherheit nicht erfolgten, wird von westlicher Seite verschwiegen. Eine Frage drängt sich auf- gab es andere Interessen, diese UNO - Aktion zu torpedieren und den Prozess der Entspannung umzukehren, oder hat man dadurch ggfls. sog. Kämpfern der "Opposition" militärische Unterstützung für ihre Verbrechen geleistet? Wir kennen leider viele Fälle, wo US-Kampfdrohnen zu Angriffen gegen friedliche Ziele eingesetzt wurden! Die Kommandozentrale für die europäischen US- Drohnen befindet sich übrigens in Rammstein/ BRD.
 

Vertrauen zurückgewinnen

Die Eskalation einer neuen Rüstungsspirale durchbrechen und Vertrauen zurückgewinnen - das funktioniert u.E. vor allem über das Verstehen der europäischen Geschichte der letzten Jahrhunderte , vom "Westfälischen Frieden", über die "Wiener Konferenz"  bis zum Potsdamer Abkommen, funktioniert mit  ehrlicher Empathie für den Charakter und die Interessen der Beteiligten, hier wohl vorrangig des russischen Volkes und seiner Eliten, durch ehrliche Politik aller Seiten.
Der ehemalige Kanzlerberater Horst Teltschik stellte zur gegenwärtigen Vertrauenskrise  in einem Interview für russlandkontrovers.de fest:
" Von der nach dem UdSSR-Zerfall entstandenen großartigen Vision eines „Gemeinsamen Europäischen Hauses“ mit gleicher Sicherheit für alle ist fast nichts übrig geblieben" . „Die Bilanz nach 25 Jahren ist mehr als ernüchternd, wobei Europa und die USA dazu beigetragen haben.“ „Enttäuschend ist, dass keine Seite die Chancen genutzt hat, sondern mangelndes Vertrauen bzw. altes Misstrauen (hervorgehoben G.J. ) vorherrschend blieben“ .
Altkanzler Gerhard Schröder drückt die aktuellen Erfordernisse noch deutlicher aus:
Während die USA  an einem schwachen Russland anstelle eines globalen Konkurrenten Interesse haben, müsste Europa Interesse an einem starken und stabilem Russland signalisieren.
"Das europäische, das deutsche Interesse, ist ein ganz anderes: Wir sind interessiert daran, dass wir ein partnerschaftliches Interesse zu einem stabilen Russland haben“, betonte der Alt-Kanzler. „Wohlstand und Sicherheit gibt es nicht ohne ein gutes Verhältnis zu einem starken Russland.“
Hinsichtlich der Ukraine seien zwar Fehler von beiden Seiten begangen worden, sagte Schröder, aber die entscheidenden Fehltritte seien von europäischer Seite gekommen. So sollte zum Beispiel bei Gesprächen zur Aufnahme der Ukraine in die EU auch mit Russland gesprochen werden. Konflikte könnten vermieden werden, „wenn man in Brüssel ein bisschen intelligenter — vielleicht auch ein bisschen politischer — gewesen wäre“.
Japan distanziert sich heute deutlich von den Dogmen der US- Politik gegenüber Russland. "Trotz etlicher Wirtschaftsprobleme hat Russland seine Streitkräfte modernisiert und seine militärische Tätigkeit territorial ausgeweitet. Dabei steht Russland im Unterschied zu China und Nordkorea nicht auf der Liste potentieller militärischer Bedrohungen für Japan" , heißt es im Weißbuch 2016 des japanischen Verteidigungsamtes, (siehe  Sputnik-news)   „Russland hat die Zeitperiode des Wiederaufbaus und der Festigung des Landes abgeschlossen. Es setzt sich zur Aufgabe, einen reichen Staat aufzubauen, stützt sich dabei auf eine neue Wirtschafts-, Zivilisations- und Militärmacht und will sich zu einer einflussreichen Großmacht entwickeln.“ Laut dieser Analyse nimmt Russland auch eine immer wichtigere Rolle in der heutigen multipolaren Welt wahr. „…Dank der Aufrechterhaltung der nuklearen Abschreckungskräfte und der Streitkräfte insgesamt wird der Verhinderung von Militärkonflikten weiterhin große Aufmerksamkeit gewidmet“.
Das alles passt nicht in die Politik der US-und NATO- Hardliner.
Zur 71. Tagung der UNO bekräftigt Russland durch seinen UNO-Botschafter  eindrucksvoll seine seriöse Friedenspolitik :
„Die Prioritäten sind für uns solche Themen wie die Verhinderung des Wettrüstens im Weltraum, die Gewährleistung der internationalen Informationssicherheit. Wir werden die kontinuierliche Arbeit zur Abwehr von Versuchen einer Revision der Geschichte des Zweiten Weltkrieges (hervorh. GeJu) fortsetzen. Wir wollen das Zusammenwirken der Uno mit ‚unseren‘ regionalen Organisationen – der Organisation des Vertrags über die kollektive Sicherheit, der Eurasischen Wirtschaftsunion, der GUS und der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit – ausbauen“, sagte Tschurkin.
Der Kreml hat die jüngste Äußerung von US-Staatschef Barack Obama über Russland und Präsident Wladimir Putin als wenig vertrauensfördernd verurteilt.
„Diese Rhetorik ist vom Wahlkampf geprägt“, kommentierte Dmitri Peskow, der Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, am Mittwoch. „Aber solche Formulierungen tragen ja kaum dazu bei, dass die zaghaften und sehr fragilen Versuche, gegenseitiges Vertrauen herzustellen, Erfolg haben.“ Wichtig erscheint hier , dass überhaupt von versuchen gesprochen wird gegenseitiges Vertrauen aufzubauen.
Russlands Präsident sate dazu  beim 2. Östlichen Wirtschaftsforum in Wladiwostok : Solange Washington nicht beginnt, Moskaus Interessen anzuerkennen und zu respektieren, solange wird es in den russisch-amerikanischen Beziehungen kein „Tauwetter“ geben .
Bei der Lösung vieler Fragen fragten die USA nicht nach der Meinung anderer Länder, besonders, wenn es um die Nato-Osterweiterung oder einen Austritt aus ABM-Vertrag zur Begrenzung der Raketenabwehr gehe. „Wenn sich diese Logik fortsetzen sollte, dann glaube ich kaum, dass es irgendein ‚Tauwetter‘ geben wird“, äußerte Putin. „Wenn sich aber unsere Partner doch mit einer anderen Logik einverstanden erklären sollten, einer Logik der Anerkennung gegenseitiger Interessen, des respektvollen Verhältnisses gegenüber der gegenseitigen Interessen, dann werden sich auch unsere Beziehungen grundlegend verändern.“

Wie Vertrauen zurückgewinnen ?
Grundsätzlich sollte man sich alle die Aktivitäten und Bemühungen ins Gedächtnis rufen , die in der Zeit der Entspannung gegen Ende des kalten Krieges wirksam waren und die das Ergebniss jahrzehntelanger diplomatischer Schritte, der Willensbekundung breitester demokratischer Kräfte weltweit, letztlich der Friedensbewegung waren und Politik beeinflussten! Aber auch die Überzeugung der Militärs und Politikzentren, die extrem gefährliche Eskalation militärischer Potentiale und unberechenbarer Gefahren, der immer kürzeren Reaktionszeiten auf mögliche verheerende technische oder menschliche Fehler zu durchbrechen, war eine extrem wertvolle und teuer erkaufte Erkenntnis! An diese Fakten anzuknüpfen und diese nicht leichtfertig politischen Machtspielen neuer Militär- Strategen unterzuordnen, das gebieten die Lehren des letzten Jahrhunderts, das Leid und der Tod von Millionen Menschen!  Das um so mehr , als die Vernichtungskraft moderner Militärtechnik ständig wächst und immer technokratischer, unberechenbarer und durch demokratische oder humane Gremien immer unbeeinflussbarer wird!
Es wäre vermessen, hier darstellen zu wollen, worüber weltweit Wissenschaftler und Politiker, Unternehmer , Historiker und Schriftsteller, Musiker und Maler in tausenden Büchern, Artikeln, Erinnerungen oder Kunst-Kritiken über Russland, das Land und seine Menschen veröffentlicht haben!
Man kann hier nur zusammenfassen: 

Wer das Land mit seinen ehrlichen, klugen und belastungserprobten Menschen wirklich kennt, kennenlernen konnte - der wird dieses Land als gleichberechtigten Staat anerkennen und seine Menschen mögen! Der muss sich für positives Miteinander im Weltmaßstab einsetzen. Man kann Russland und seine klugen Eliten akzeptieren oder Russland als Feind hassen - wie es deutsche Reaktionäre und Faschisten  seit den Zeiten des Kaiserreiches praktizieren. Diese zwei Standpunkte anzunähern ist eine große Kunst, von deren Gelingen das Schicksal von Milliarden Menschen abhängen wird!

Bevor hier wenige Argumente für die weltweite Anerkennung Russlands als friedliebender, weltweit anerkannter Staat angeführt werden sollen, hören sie bitte  (Sie erinnern sich sicher ?) das weltbekannte Gedicht Evgenij Ewtuschenkos  "Meinst Du, die Russen wollen Krieg?". 1961 geschrieben, ist es heute so aktuell wie damals, Ben Becker las es 2016 auf einer Demonstration in Berlin.

Gedanken zur Wiedererlangung von mehr Vertrauen:

Zum Staats-Typus: Vom alten Sowjetstaat blieben nach 2000 (
nach dem Chaos ab 1991) im Wesentlichen die reichen Naturressourcen, eine auf wichtigen Technologie- und know-how- Gebieten etablierte leistungsfähige Wissenschaft und Industrie mit großen Unternehmen, eine hochgebildete Bevölkerung und die traditionellen Werte des russischen Nationalstolzes, der russischen Seele der Menschen. Deutlich verändert
stellen sich heute die Eigentumsverhältnisse an den Produktionsmitteln ( nach K. Marx die "Produktionsverhältnisse") und die kapitalistische Ordnung analog einer weitgehend westlichen Demokratie dar. Wenngleich der Staat heute wieder Mehrheitsanteile an strategisch wichtigen Unternehmen hält - wie das auch in westlichen Demokratien Europas der Fall ist- so existieren doch kapitalistische Eigentumsverhältnisse mit einer zwischenzeitlich weitgehend etablierten Marktwirtschaft. Das Land geht allerdings keinen typisch neoliberalen Weg und lenkt strategische Entwicklungen mittels einer dominanten zentralen Haushaltpolitik. Suchen Sie in westlichen Staaten analoge Beispiele und Sie werden sehr schnell Vergleichbares finden.
Russische Unternehmen nutzen die Markkräfte umfassend, der Staat  lenkt die Wirtschaft makroökonomisch. Das westliche Wirtschaftsembargo wird daran nichts ändern!


Zu den Taten des "Bösen" in der Geschichte :
Russland als juristischer Nachfolger der UdSSR wird heute massiv mit Vorwürfen und Stigmata belastet, die sowohl in der Zarenzeit ihren Ursprung haben, als auch wegen Verbrechen an Millionen von Menschen und deren Unterdrückung in der nach- revolutionären Zeit bis hin zum Tode des Diktators Stalin.
- Bei einer oberflächlichen Betrachtung der imperialen Politik der russischen Zaren wird man zunächst feststellen, dass sich diese in den Zielen (Macht , Märkte, Ressourcen..) wenig von dem unterscheidet, was in Europa, Afrika und Asien bei der Neuordnung der Einflussspären durchgeführt wurde- Großbritanien, Frankreich, das deutsche Kaiserreich, Italien, Spanien  usw. betrieben eine menschenverachtende Expansionspolitik. In der neuen Welt wurden die Ureinwohner vom Weißen Mann quasi ausgerottet, hochstehende Kulturen ausgelöscht,  Millionen afrikanischer Sklaven brutal ausgebeutet.
Ein wesentlicher Unterschied ist unbestreitbar: die Expansion des Zarenreiches bis zum Pazifik
(und zeitweilig nach Alaska) und den Himalaya erfolgte ohne die quasi -Vernichtung der Ur-Einwohner. Die Russen praktizierten de facto eine Vielvölker- Integrations- Politik unter ihrer Dominanz.
- Bei der Auseinandersetzung mit den Verbrechen und Auswüchsen in  der Sowjetzeit
(etwa bis zum Tode Stalins ) trägt Russland eine schwere Last, deren Geschehnisse  zu pauschalisierten Verurteilungen des "Russlands Putins" genutzt werden.
Es ist trotz komplizierter innländischer und ausländischer Bedrohungen der neuen Gesellschaftsordnung nach der Oktoberrevolution verbrecherisch und grundsätzlich nicht akzeptabel, das eigentliche Ziel des Aufbaus einer sozial gerechten und humanistischen Ordnung, in der alle Menschen gleichberechtigt leben können und gleiche Entwicklungschancen für Alle bestehen, durch Massenmord, politische Willkür und massenweise Unterdrückung und Diskriminierung großer Bevölkerungsgruppen erreichen zu wollen. Das Fehlen jeglicher Leitlinien zur Organisation und Struktur der sozialistischen Ordnung bei Marx/Engels und die damit verbundenen "Experimente Lenins und später Stalins",  sowie die dogmatische Umsetzung des Gedanken von der proletarischen Weltrevolution als Garant für das Überleben des Sozialismus waren letztlich Ursache für eine weltweite Konfrontation auf Leben und Tod , dieses "Dogma von der Weltrevolution" hatte schwerste Konsequenzen letztlich bis hin zum Untergang der UdSSR. Ausführlicher ist das z.B. in meinem Artikel über Prof. Wolfgang Ruge  Aspekte einer neuen Geschichtsbetrachtung des 20. Jh. , speziell im Abschnitt "Lenin - Vorgänger Stalins"  ausgeführt.
 
Der mächtigste Träger für Vertrauen und gegenseitige Berechenbarkeit sind stabile Wirtschafts- und Partner-Beziehungen :
Die gesamte Weltwirtschaft ist heute extrem verflochten und voreinander abhängig. Industrie- und Technikkooperation, gegenseitig vorteilhafter Handel sind ein wichtiger Entwicklungsfaktor der Weltwirtschaft. Vom unternehmerischen Erfolg  bei weltweiten Handels- und Kooperationsbeziehungen von Großkonzernen, staatlichen Unternehmen, Finanz - und Handelsunternehmen hängen nicht nur Haltung des Managements und der Eigentümer dieser Wirtschaftseinheiten gegenüber ihren Partnern  ab, sondern letztlich das Lebensniveau und die soziale Situation , die Stabilität der Gesellschaft eines Landes ab.
Verlässliche Partnerbeziehungen ermöglichen nicht nur eine sog. ergebnis-orientierte win-win- Situation, sondern sie vermitteln vielfältiges Wissen über Kultur und Technologie, Qualifikation und Organisationsbesonderheiten der Menschen - erfolgreiche Wirtschaftsbeziehungen führen nicht nur zu Wirtschafts-Gewinnen, sie bauen Vertrauen auf. Gleichzeitig können sie zu gewissen Abhängigkeiten führen, deren Rückbau oder Verlust nicht sinnvoll sind.
In gleicher Weise wirken Kooperation und Kommunikation , Expertenaustausche u.a.  im Bereich von Wissenschaft und Technik, zwischen  akademischen Schulen verschiedener Staaten.  Welcher führende westeuropäische oder amerikanische Wissenschaftler war und ist nicht begeistert von den Leistungen seiner russischen Kollegen auf dem Gebiet der modernen Mathematik, der Aero- oder Hydrodynamik, der Metallurgie, der Schaffung exzellenter Grundlagen bei der Eroberung des Kosmos usw.
Im Bereich von Kunst, Kultur und Wissenschaft kann man eine Vielzahl von Beispielen aufzählen- Gastausstellungen weltbekannter Musseen, Vorstellungen namhafter Balletttruppen, Konzerte ,Wissenschaftsforen und -Konferenzen, Gastprofessuren . Es existieren tausende Formen und Aktivitäten von Menschen und Institutionen, deren Streben auf ein friedliches und konstruktives Klima im Weltmaßstab gerichtet ist!

Die ideologischen und medialen Attacken , die auf eine Konfrontation gegenüber Staaten und Staatengruppen gerichtet sind, die sich nicht dem Diktat der westlichen Lebensweise beugen, sind letztlich von der Logik der Geschichte der Menschheit verurteilt zum Scheitern.  Es geht aber darum, dass diese Entwicklung ohne gewaltige Verluste an Ressourcen und Menschenleben möglich sind!
Der militärisch - industrielle Rüstungskomplex hinter den Strategen des Pentcon , der zusammen mit der Lobby der Wall-Street die "Fäden" zieht und der immer neue Spiralen der weltweiten Eskalation von Militärtechnologien provoziert , darf nicht das Schicksal von Milliarden von Menschen dominieren !

Es sein daher noch einmal Putin wiederholt:

 „Wenn sich .....unsere Partner doch mit einer anderen Logik einverstanden erklären sollten, einer Logik der Anerkennung gegenseitiger Interessen, des respektvollen Verhältnisses gegenüber den gegenseitigen Interessen, dann werden sich auch unsere Beziehungen grundlegend verändern.“

Wer Hass gegen Russland schürt, der ist ein gefährlicher Kriegstreiber, der aus der Geschichte des letzten Jahrhunderts nichts gelernt hat!
Die Neuauflage der Propaganda-Schlacht  der USA und der NATO- Staaten gegen Russland ist eine Gefahr für den Frieden! Setzen wir alles daran, gegenseitiges Vertrauen zurückzugewinnen!