Schutzausrüstung 

Das  Management der

Regierung angesichts

COVID-19 

fahrstuhl

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Aktuelle Betrachtungen Gedanken über Bücher zur Geschichte des Sozialismus

Das  Management der Regierung und ihres Gesundheitsministers J. Spahn

Einleitende Bemerkungen

Ganz ohne Zweifel ist die Grundrichtung des Kampfes der Regierung und aller Institutionen des Landes gegen das unberechenbare und aggressive Corona COVID 19 richtig und extrem wichtig! Der Rückblick auf die kurze Geschichte des Infektionsgeschehens in Deutschland zeigt, dass die Gefahrenprognose und Infos zur den Infektionsmechanismen, die erfahrene Virologen und Epidemiologen im Februar publiziert haben, prinzipiell zutreffend und hilfreich waren. Das weltweite Geschehen zeigt, wie zutreffend diese Einschätzungen waren und wie wertvoll der Erfahrungsschatz der Virologen. Prof. Drosten hat hier u.E. eine wertvolle Arbeit geleistet.

Und doch bestand spätestens seit Jahresbeginn ein grandioses Management- Desaster  der Regierung und ihres Gesundheitsministers, und es besteht noch heute!

Heute - Mitte Mai 2020- kennen wir einen Zwischenstand der gesamtwirtschaftlichen Schäden für das Gemeinwesen der  Bundesrepublik- eine bereits beschlossene Neuverschuldung für 2020 von ca. 200 Mrd. Euro , sowie weitgend zusätzlich geschätzte Steuerausfälle von 100 -bis 120 Mrd. für 2020 ! Nicht absehbar sind die katastrophalen  Folgen für 2021 und Folgejahre bei Millionen von Menschen und Unternehmen. 
 

Das Desaster der oft willkürlichen, widersprüchlichen und oft zögerlichen Entscheidungen in der Politik ohne eine zuverlässige Datenbasis ist erschreckend. Das Dilemma und die Widerspruche könnten  kaum besser, als anhand der beiden Bilder oben dargestellt werden. [Sie wurden in einer Klinik in Hessen  am 14.04.2020 aufgenommen]. Gesundheitsminister J. Spahn und Ministerpräsident V. Bouffier, 13 Politiker, dichtgedrängt in einem Fahrstuhl zeigen, dass Straftaten für sie nicht relevant sind, während im öffentlichen Leben von diesen Leuten harte Strafen verfügt werden. Und dann: Zwei Mediziner in voller Schutzausrüstung zeigen, dass die Verfügbarkeit von Schutzmaterial  kein Problem ist! Leider waren aber bis Mitte Mai aber kaum ausreichend medizinische Schutzausrüstungen in Kliniken und in Pflegediensten vorhanden! 
 
Dieser Artikel soll ( neben einer Masse solcher Meinungen in den Medien) für die Gedanken vieler älterer TV- Zuschauer stehen, die seit Jahresbeginn 2020 den Ausbruch der COVID-19 Epidemie, die Entwicklung zu einer weltweiten Seuche sorgenvoll und mitfühlend verfolgen. Das Schicksal der Erkrankten und der großen Zahl von Todesopfern  in der ersten Phase in der Provinz Wuhan um die Jahreswende 2020 hatte zutiefst betroffen gemacht und sensibilisiert. Die chinesische Regierung reagierte professionell mit ungewöhnlich harten Einschränkungen...Heute verstehen  wir angesichts der großen Aggressivität von C-19 die Beweggründe besser, um Menschen zu schützen. Und es war abzusehen, welche massiven wirtschaftlichen Verluste die Regierung Chinas in Kauf nimmt, um die Seuche zu bekämpfen- ca. minus 7 % des BIP für 2020 !!!

China informierte die WHO über die besorgniserregende Epidemie erstmals am 30.12. 2019! Seitdem überschlagen sich tägliche Medienberichte und Auftritte führender Personen zum weltweiten Epidemie- dann Pandemie-Geschehen. Weltweit stiegen und steigen die Zahlen der Schwerstkranken und Toten erschreckend! Diese  Pandemie ist eine weltweite historische Katastrophe!   
 
In Deutschland informieren Epidemiologen und Virologen ab Ende Januar täglich mit neuen Fakten, verschiedene akademische Schulen und Spezialisten geben Statements, TV- Anstalten kennen kaum noch andere Themen, innerhalb kurzer Zeit verändert der Bundesminister Spahn mehrfach seine Strategie, das RKI informiert mit einem Zeitverzug teilweise von mehreren Tagen über Infektions-Tendenzen, führende Virologen klären auf und geben Sach-Prognosen. Im Mittelpunkt stand und steht die Aussage:

Wir wissen erschreckend wenig über das neue Virus und wir brauchen zuverlässige Daten zum Infektionsgeschehen! 

Diese Feststellung war nicht nur im Februar- März richtig, sie ist auch im Juni 2020 unverändert! Vorab helfen nur Abstandsregeln und Desinfektionen. Die Regierung der BRD und ihr "Corona- Kabinett" (?) beschließen aber auf Basis weitgehend unsicherer und sich oft ändernder "Statistiken" tiefgreifende Einschränkungen für die absolute Mehrzahl der Menschen und die Wirtschaft. Diese Anordnungen lassen keine Spielräume für eigenes rationales Denken und sinnvolles Handeln, sie setzen ein Sonder- "Regime" im Gesundheitswesen durch, greifen massiv in das Bildungswesen ein, stellen das kulturelle Leben des Landes auf "Stillstand", verbieten einen großen Teil des Einzelhandels und der Industrieproduktion. Es existiert offenbar ( weder am Beginn der Pandemie noch aktuell) keine hochrangige medizinische Expertenkomission als Berater der Regierung, es existiert wohl nur das RKI, eine offenbar inflexible Regierungsorganisation. Führende Virologen- exzellente international anerkannte Experten werden aus ihrer Rolle als Berater der Regierung  gedrängt ? Erste Informationen zu bereits zugelassenen Medikamenten und Impfstoffen werden  von Experten benannt und machen gewisse Hoffnungen zur Linderung  der Pandemie!
Während alle Menschen sofort nach Ostern hoffnungsvoll auf längerfristig belastbare Entscheidungen der Regierung gemeinsam mit den Länderchefs gehofft haben, vom Unternehmer, Arbeitnehmer bis zum Studenten und einfachem "Bürger", wurden Massnahmen verkündet, die auf dem Bauch-Gefühl der Bundeskanzlerin und der Länderfürsten beruhen, keinesfalls auf gesicherten Daten! Viele Menschen empfanden das als eine Predigt von der Kanzel an ein unmündiges Volk! Das Wort "Kanzlerin" könnte besser nicht passen. Kein Wort über beschleunigte Aktivitäten bei Medikamenten, Kooperation und Förderung europäischer Unternehmen bei Impfstoff- Entwicklungen. Es blieb der stereotype Satz im Raum, dass ein Impfstoff wahrscheinlich erst in ca. 18 Monaten aus der Produktion verfügbar sein wird.  

Sie Alle kennen ja diese Fakten! 
 
Dieser Artikel ist eine Wortmeldung zu Fakten und Meinungen rund um das Handeln der Regierung der BRD, der Länder und der führenden Organisationen und Wissenschaftler, letztlich zur öffentlichen Kommunikation über deren Tun, zu Vorschlägen und Hinweisen von Epidemiologen und Virologen.  
Man kann zu vielen Dingen der gegenwärtigen Geschehnisse nicht schweigen! Viele Menschen denken so, daher auch die unterschiedlichsten Äußerungen. Logisch denkende Menschen mit positiver Einstellung zum demokratischen Staatswesen sind bemüht, die vielfältigen Fakten, Ereignisse und Meinungen in einem größeren  gesellschaftlichen Zusammenhang zu denken. Es ist daher dringend, mit kleinen Anregungen und Meinungen die öffentliche Debatte, das Handeln von Verantwortlichen während und nach dieser COVID-19 Katastrophe zu beeinflussen - wahrlich ein sehr ambitionierter Gedanke bei der Vielfalt von Egoismen und Rivalitäten, Unzulänglichkeiten und Defiziten. 

Schwerpunkte unserer Wortmeldung: Herr Spahn zum Coronavirus: "Wir sind gutvorbereitet"  

MinisterrSpahn sagte am 27.01.2020Spahn sagte am 27.01.20202   Grundsätzlich sind wir wachsam, wir nehmen die Dinge sehr ernst, wir sind aber auch gut vorbereitetGrundsätzlich sind wir wachsam, wir nehmen die Dinge sehr ernst, wir sind aber auch gut vorbereitetet". Das war einene strategische Fehlleistungngbesonderer Art! Wir hörten im ZDF am 27.Januar- also 3 Wochen nach dem Beginn der Katastrophe in China: Auch Experten sehen Deutschland gut auf das Coronavirus vorbereitet. Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler hält die Gefahr durch das neuartigen Coronavirus in Deutschland derzeit nach wie vor fürür"sehr gering""sehr gering"g. Zugleich betonte Prof. Wieler im ZDF-Morgenmagazin mit Blick auf zahlreiche Fälle in China und Einzelfälle in anderen Ländern, Deutschland sei ". Zugleich betonte Prof. Wieler im ZDF-Morgenmagazin mit Blick auf zahlreiche Fälle in China und Einzelfälle in anderen Ländern, Deutschland sei " absolut gut vorbereitetabsolut gut vorbereitete". Zur "Einordnung" betonte Spahn, dass der Krankheitsverlauf beim Coronavirus milder sei als etwa bei einer Grippe. "An einer Grippe, wenn sie schwer verläuft, sterben in Deutschland bis zu 20.000 Menschen im Jahr." Auf die Frage, ob in Deutschland wie in China auch die Abschottung ganzer Städte möglich sei, führte Spahn das Beispiel von Masern an, die deutlich ansteckender seien als das Coronavirus.". Zur "Einordnung" betonte Spahn, dass der Krankheitsverlauf beim Coronavirus milder sei als etwa bei einer Grippe. "An einer Grippe, wenn sie schwer verläuft, sterben in Deutschland bis zu 20.000 Menschen im Jahr." Auf die Frage, ob in Deutschland wie in China auch die Abschottung ganzer Städte möglich sei, führte Spahn das Beispiel von Masern an, die deutlich ansteckender seien als das Coronavirus.s. Am 27.01. wurde bekannt: WHO-Chef Tedros reist nach Peking : Weltweit sind fast 2.800 Infektionen mit dem Virus 2019-nCoV bestätigt, bis auf etwa 50 alle in China. Die Zahl der Toten stieg in China auf 80. Nun kam Bewegung in die WHO.

Wir wissen heute, dass Herr Minister Spahn und der Präsident des Robert-Koch-Instituts, der Tiermediziner Prof. Wieler nicht nur 3 wertvolle Wochen Zeit vergeudet haben. Nein, sie haben durch ihre irreführenden und unprofessionellen Aussagen den Kompass des strategischen Handelns für ein ganzes Land falsch
eingestellt, denn der Kompass stand lange auf "Abwarten" .
  
Spätestens am 27. Januar war  klar: dieser Virus ist total anders und gegen ihn existieren aktuell weder Medikamente noch ein Impfstoff! Und es wird lange dauern, bis diese verfügbar sein werden. Und Herr Wieler faselte von der Notwendigkeit, in der Bevölkerung der BRD durch langsames Infektionsgeschehen (!) eine sog. Herdenimmunität von 60- 70 % Infizierten zuzulassen, immer unterhalb  der potentiellen Kapazität des Gesundheitswesens. Kanzleramtsminister Braun hat nun (18.04.2020 ) festgestellt: das würde in Deutschland bis ca. 2022 dauern, täglich müssten sich ca. 70 000 Menschen infizieren. Irreal! Also müssen Kontaktdistanz und Desinfektionen die Zeit überbrücken, bis ein Impfstoff greift.
Der Gesundheitsminister wäre dringend gefordert gewesen, Ende Januar einen kompetenten Expertenkreis zu schaffen . Dieser hätte neben einer soliden Strategie auch den Auftrag auslösen müssen, eine
große strategische Reserve an Schutzmaterial für Kliniken und Arztpraxen Deutschlands, sowie Hilfsstoffe, Beatmungs-Geräten, Desinfektionsmittel usw. zentral einzukaufen, den Aufbau von Testkapazitäten zu organisieren  und gleichzeitig für den Bedarf aller medizinischen Einrichtungen eine Koordinierung der Beschaffung und eine zentrale landesweite Koordinierung der Auslastung  aller Intensiv- Plätze zu organisieren! Nach einer quälenden Verzögerung von mehreren Wochen werden jetzt solche Schritte getan, offenbar weniger auf primäre Initiative der Behörden, als vielmehr als Reaktion einer breiten demokrafischen Debatte.

Wir hörten vom Bankkaufmann Spahn, dass er "überrascht" gewesen sei, dass der internationale Markt in dieser weltweiten Krise nicht mehr funktioniert. Er glaubte wohl trotz vieler warnender Informationen von Fachunternehmen, dass Deutschland gut vorbereitet sei und wartete auf den "Markt". Wie viel Hunderte Millionen € hat diese Ignoranz schon gekostet, und wie viel Leid und Verstorbene ? Wieviel schwerkranken Patienten anderer Art wird aktuell nicht geholfen, obwohl mehr als 100 000 Krankenhausplätze leer stehen (müssen? ).

Wir haben nicht nur einen medizinisch inkompetenten Gesundheitsminister, wir haben auch ein "federführendes" Institut, wo offenbar der medizinische Sachverstand sehr konservativ ist oder mit dem Kariere-Denken der Mitarbeiter kollidiert.
Wir haben eine föderale, ineffiziente Struktur des Gesundheitswesens,  einen "Flickenteppich" auf Länderebener, viele weitere Mängel, ein weitgehend auf Profit orientiertes Privat- Klinik- System, wir haben jahrelang am Gesundheitswesen und dessen Mitarbeitern gespart, an Pflegepersonal und deren Ausbildung und Bezahlung, an Ausrüstungen, an strategischen Reserven, an einer sicheren Eigenversorgung aus Deutschland !!
Wann begreift die Politik, dass  Geld nicht wertvoller als die Gesundheit der Menschen ist, als eine gute und ausreichende Ausbildung, wesentlich wichtiger als eine schwarze Null. Gute Gesundheitsfürsorge kann offenbar die Privatwirtschaft nicht leisten! Viele Menschen drängen jetzt die Politik, die Gesundheitspolitik wieder in die öffentliche Hand zu geben, weg von Profitdenken und katastrophalen Sparmaßnahmen. Der hochverehrte Bundestagspräsident W. Schäuble kommentierte die Situation - "wir haben Vieles überzogen" und regte Korrekturen an !


Seit Anfang Februar regiert die Politik mit Zahlen des RKI, deren Belastbarkeit immer neue Fragen und Widersprüche aufwirft! ... 

Zur Datenlage in Deutschland
 
Das prinzipielle Vorgehen bei Epidemien und Pandemien ist in der Fachwelt bekannt. Renommierte Fachzeitschriften und internationale Organisationen, wie die WHO, bieten heute weltweit hochaktuelles und solides Wissen und Behandlungs- know-how. Epidemien /Pandemien wie Ebola oder SARS-2 liegen erst wenige Jahre zurück. Aber COVID-19 ist ein neues Phänomen !
Das Infektionsgeschehen, die Aggressivität des Virus COVID-19 und die zu erwartenden medizinischen Behandlungsressourcen konnten spezifisch in keinem Pandemie- Plan enthalten sein. Die Gefahren waren aber weitgehend am Beispiel der Ereignisse in China bekannt. 
"Wir sind gut vorbereitet" kann daher nur jemand sagen, der inkompetent daherredet! Man sollte solche hochkarätigen Staatsämter nicht nach rhetorischen Fähigkeiten und dem Parteibuch besetzen! Minister sollten mindestens eine einschlägige Hochschulqualifikation haben!

 
Ein rationales Verständnis der Zahlen und Informationen zum Infektionsgeschehen in der BRD, wie sie vom Chef des staatlichen RKI täglich präsentiert werden, ist kompliziert, die Zahlen täuschen Faktenwissen vor. Mit jeder Woche werden aber bei den Menschen mehr Fragen nach der Bedeutung bestimmter  Aussagen deutlich, da offenbar die hohe Dunkelziffer der Infizierten viele Betrachtungen fragwürdig erscheinen lässt.
Aber seit Anfang Februar operiert die Politik mit RKI- Zahlen, deren Belastbarkeit immer neue Fragen aufwerfen! ...Erst am 14.04. präsentierte die Bundeskanzlerin (als  Neuigkeit ?) die "Basisreproduktionszahl" R, welche die Zahl der Neuinfektionen zeigt, die eine infektiöse Person infiziert. Während sie von einer aktuellen Zahl knapp "unter 1" sprach, waren im RKI bereits Werte von 0,7 bekannt. Kann man diese Zahl eigentlich berechnen, wenn die Experten sagen, man müsse (geschätzt !) von einer Dunkelziffer von ca. 50 % solcher Menschen ausgehen, deren Verlauf keinen Test oder medizinische Behandlung erfordern. Die hohe Zahl ungenutzter Intensivbetten zeigt aus logischer Sicht, dass in den RKI- Abschätzungen ein Fehler stecken muss!
Objektiv belastbare Zahlen sind extrem wichtig! Auch wenn sie ggfls. nicht in eine abgesprochene Informations- Strategie der Regierung passen! Solche Daten , wie
 # Täglicher Verlauf der Zahl der positiv Getesteten (Infizierten) und  Gesamtzahl der Getesteten ,
 # Zahl der Schwerkranken und Schwerstkranken, die in Kliniken versorgt werden (plus Zahl der Verstorbenen),
 # Zahl der belegten Corona- Spezialplätze in Kliniken und Gesamtzahl der verfügbaren Plätze
 # Zahl der aus Kliniken als geheilt entlassenen ehemaligen C-19-Infizierten

könnten im Komplex eine klare belastbare Entscheidungsgrundlage sein, eine längerfristige objektive Basis, deren Aussagen sich nicht nach gewissen poltisch motivierten Betrachtungsweisen "angepasst" werden, z.B. am Vorabend gewisser Beratungen von der Berliner Kanzel.  Sie könnten auf korrekten  Meldungen von Fachleuten aufbauen , die Tendenzen der Erkrankung objektivieren. In Deutschland geht jeder kritisch Erkrankte ohne Zweifel zum Arzt! Da braucht es keine Schätzungen!

Und diese Daten könnten sichern, die Zahl der "prophylaktisch" freigeräumten Intensivbetten und andere Ressourcen sinnvoll und rechtzeitig zu nutzen, um mehr anderen Schwerkranken dringend zu helfen! Aber ganz offensichtliche Entscheidungserfordernisse werden über Wochen verzögert....

Man kann sicher im Rückblick immer "klüger" sein, als zum aktuell erforderlichen Moment. Aber mehrere südost- asiatische Staaten hatten einen Vorlauf von mehreren Wochen und haben wirkungsvolle, sehr geeignete Maßnahmen und eine kluge Management- Organisation durchgeführt. Für Deutschland drängt sich bei einem Vergleich die schwerwiegende Frage auf: War es nicht dringend erforderlich, einen kompetenten Krisenstab einzusetzen? Ja - einen kompetenten Krisenstab aus exzellenten Medizinern, Wirtschaftsfachleuten und Verwaltungsspezialisten, ausgestattet mit umfassenden Vollmachten, der klare, nachhaltig durchdachte und sachlich begründete Verordnungen zu erarbeiten und durchzusetzen hatte! Viele Defizite in der BRD sind darauf zurückzuführen, dass der Bundes- Föderalismus eine derartige geballte Organisation unmöglich macht! Ein "Corona- Kabinet" von Frau Merkel kann das nicht leisten!

Zu vermeidbaren Infektionsquellen und Sparmaßnahmen

Wir streben einen hohen Schutzgrad für das Personal der Kliniken und Heime an und machen dafür jetzt (!) große Anstrengungen. In fast allen Kliniken und Pflegeheimen, aber auch Schulen und anderen Einrichtungen ist es jedoch üblich geworden, aus Kostengründen und ohne Qualitätsbewusstsein die Reinigungsarbeiten und Gebäudepflegedienste durch  "Outsourcing" an die günstigsten Anbieter auszugliedern. Die für die Hygiene- Standards verantwortlichen Ärzte müssen sich dann damit begnügen, dass meist unqualifizierte Billigkräfte mit hoher Fluktuation  eine wichtige Arbeit tun-  sie desinfizieren und  reinigen, ohne kontrolliert zu werden, oft sehr sparsam  mit Billigmaterial. Sie haben Zutritt zu sensiblen Bereichen, aber ihr Infektionsstatus ist oft fragwürdig. Daher ist die Neuorganisation der Reinigungs- und Desinfektionsdienste ein Punkt, der dringend umgesetzt werden sollte.  Diese Leistungen gehören unter die Kontrolle und in den Personal-Bestand der Medizin- oder Pflegeeinrichtung, damit die Leitung dieser Einrichtungen die Verantwortung für  die Qualität der Hygiene-Massnahmen und für direkte operative Erfordernisse wirklich tragen kann. Die hundertfache Erfahrung  zeigt, dass outsourcing -Billigfirmen  nur selten die erforderliche Qualität der Hygiene bieten. Oder sind die eingesparten € auch hier wichtiger? Diese Frage stellt sich aber meist erst, wenn wegen Keimen usw. Quarantäne-Massnahmen erforderlich werden. 

Zur "Abfederung" der massiven wirtschaftlichen Verluste und Unterstützung persönlicher Existenzen in Deutschland

Bei Beginn der regierungsamtlichen Einschränkungen wurde der Grundsatz kommuniziert, dass die Finanzierung der Gesundheitsfürsorge der Gesellschaft oberste Priorität gegenüber großen materiellen Kosten und Aufwendungen haben muss und haben wird! Finanzminister O. Scholz sagte sinngemäß- der Staat hat in den vergangenen Jahren sehr gut gewirtschaftet, wir haben "sehr viel Geld, um zu helfen"!

Die drei Hauptverantwortlichen der Regierung- Arbeitsminister H. Heil, Finanzminister O. Scholz und Wirtschaftsminister P.Altmaier haben zweifelsohne mit ihren Ministerien ein gigantische Unterstützungspaket für Unternehmen, Gewerbe und kleine Selbständige und nicht zuletzt für Millionen von Arbeitnehmern entwickelt. Viel Geld wird jetzt(!) für dringende Einkäufe, materielle Anreize usw. bereitgestellt. Die schwarze Null wurde durch eine Neuverschuldung von 160 Mrd. (2020) ersetzt. Das Paket an Hilfen und staatlichen Unterstützungen beläuft sich aktuell auf ca. 1,2 Billionen €, darin auch Bürgschaften und längerfristige Verpflichtungen. Nach jahrelanger unverantwortlicher und sinnleerer Sparpolitik mit großen Schäden in der Substanz von Kliniken und Krankenhäusern, Schulen und Lehrpersonal usw. ist jetzt "viel Geld"  verfügbar. Jahrelange Schäden lassen sich aber nicht ad hoc reparieren- mit keinem Geld der Welt! Und sie sind Ursache für viele gegenwärtige Probleme !

Sehr viele Menschen werden nur mit großen Problemen ihre Existenz erhalten können, viele werden ihren Arbeitsplatz und ihre Gesundheit verlieren, die Wirtschaftsleistung in 2020 wird um ca.  6 Prozent einbrechen. Eine Erholung des Wirtschaftslebens wird  erst 2022 /2023 eintreten, auch weltweit. Ob diese Anstrengungen ausreichend sein werden, hängt grundsätzlich vom Tempo ab, wie das öffentliche und Wirtschaftsleben wieder normalisiert werden kann. Und es wird eine gigantische Aufbauleistung mit wichtigen Veränderungen erforderlich sein! Die Menschen werden diese Belastungen um so besser annehmen, wie es gelingen wird, die jetzt offensichtlich gewordenen Defizite und Fehler durch eine solide und glaubwürdige Politik der Korrekturen und Reformen zu verändern.

Zur Laufzeit der Einschränkungen für Unternehmen und das persönliche Leben in Deutschland

Es mehren sich Aussagen (d.h. im April 2020) von führenden Politikern, die sehr zurückhaltend über einen Zeitraum bis Herbst 2020, ja sogar bis Anfang 2021 sprechen , in dem gravierende Einschränkungen aufrechterhalten werden müssen. Gleichzeitig ist von diesen Personen sehr oft zu hören, dass "man" nach Überwindung der Pandemie wesentliche Mängel in den staatlichen Strukturen und Kompetenzen, Fehler in der Gesundheits- und Bildungspolitik, bei der Wiederherstellung der Versorgungssicherheit aus europäischer Forschung, Entwicklung und  Herstellung korrigieren müsse bzw. darüber nachzudenken ist. Und Herr Spahn äußert ganz aktuell, dass das Land wahrscheinlich noch "sehr lange" mit deutlichen Einschränkungen leben muss. Das klingt nach einer Hausaufgabe , die er nach Konsultation bei der Chefin erledigen sollte. Sehr lange Zeit ? Es wäre viel mehr sehr wünschenswert, er würde uns von seinen Aktivitäten zur beschleunigten Medikamenten- und Impfstoff- Entwicklung  berichten! Wie man im Internet sieht, wird die Suche nach einer Therapie mittels bereits zugelassener Medikamente mit Hochdruck bearbeitet.

Sofern ein Medikament in absehbarer Zeit verfügbar ist, das den letalen Ausgang von schweren Erkrankungen verhindert oder stark minimiert, ist u.E. eine neue Betrachtung der Gefahren von C-19 für die Gemeinschaft nötig! Verschiedene Medikament sind offenbar dabei vielversprechend (s.u.) und könnten schneller verfügbar sein , als Impfstoff!.

Wenige Nachrichten aus der Zahl sehr vieler hoffnungsvoller Ansätze :

Das Medikament Interferon Alpha 2B  wird bereits erfolgreich eingesetzt und in China .. seit Januar in einer Joint-venture-Kooperation  ..produziert. Es war in China bei 1500 Corona-Patienten  wirksam und wird auch in anderen Ländern, wie Südkorea, mit Erfolg eingesetzt. Auch eine im Dezember 2019 im Fachmagazin Nature Communications veröffentlichte gemeinsame Studie von Forschern des Max-Planck-Instituts (MPI) für Psychiatrie in München und des Instituts für Virologie der Charité in Berlin publizierte Studie zeigt, wie das Virus SARS-CoV-2 bekämpft werden kann, indem durch bekannte Medikamente das neu entdeckte Schlüsselenzym Protein SKP2 inhibiert wird.

Aus China bzw. Japan  kommt die Nachricht, dass das Medikament Avigan (bzw.Favipiravir ) die Vermehrung des Virus blockiert und mit gutem Erfolg gegen COVID-19 eingesetzt wird. Nun liefert Japan das Grippemittel der Gesundheitstochter von Fujifilm gratis an 38 Länder aus, wie Aussenminister Toshimitsu Motegi  bekanntgab.

In Deutschland ist erstmals eine Zulassung für die klinische Prüfung eines Impfstoff-Kandidaten gegen das neuartige Coronavirus erteilt worden. Das Mainzer Unternehmen Biontech erhielt vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) die Genehmigung, seinen Wirkstoff zu testen. Biontech kooperiert bei der Entwicklung des Impfstoffs mit dem Pharmaunternehmen Pfizer und dem chinesischen Konzern Fosun Pharma. Auch der am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie, Berlin entwickelte Impfstoff VPM1002 wird jetzt auf Wirksamkeit bei Corona-Infektion getestet.


Und Bill Gates sagt: "Die Tatsache, dass die mRNA-Plattform schnell Fahrt aufnimmt und die Herstellung recht einfach sein wird, lässt hoffen", . [Messenger-RNA (mRNA) ist ein Botenmolekül, das genetische Informationen aus dem Zellkern zu den Ribosomen bringt.  Forscher sind zuversichtlich, dass das genutzt werden kann, um den menschlichen Körper dazu anzuregen, eigene "Medikamente" herzustellen.

Es ist sehr zu begrüßen , dass sich zunehmend eine internationale Kooperation etabliert und Milliarden- Summen für Forschungszwecke bereitgestellt werden , darunter auch seitens der BRD.

Das Land erwartet eine optimistische und glaubwürdige Strategie zur Minimierung der Dauer der Einschränkungen, das muss (neben den üblichen Hygiene- und Kontaktregeln) massiv im Rahmen großer Förderprogramme und der Kooperation der internationalen wissenschaftlich- medizinischen Gemeinschaft erfolgen .Die Regierung sollte alles tun, um wirksame Medikamente deutlich früher, als einen Impfstoff für Breitenanwendung verfügbar zu machen und derartige Arbeiten und Strategien forcieren. Es hängt sehr viel von schnell zugelassenen Medikamenten  ab, um den Wiederanlauf unseres normalen Lebens zu beschleunigen..

Nachtrag  vom 02.06.2020:

Täglich stehen Nachrichten zum Infektionsgeschehen weltweit noch immer auf Platz 1 der Berichterstattung. Offensichtlich ist, dass die Einschätzungen zur Aggressivität des Übertragungsmechanismus, die von Virologen bereits am Beginn des Jahres 2020 zur Grundlage der Bekämpfung einer großen pandemischen Ausbreitung gemacht wurden, dort besonders wirksam waren, wo Übetragungswege durch Mobilitätseinschränkungen rigoros verhindert wurden und diszipliniert eingehaltene Abstands- und Hygieneregeln gelten. In Deutschland und vielen Ländern Europas hat das deutliche Effekte gebracht!

 Trotzdem muss (für Deutschland) man zunehmend die Frage nach der Verhältnismäßigkeit vieler Verordnungen der Regierungen und der oftmals willkürlichen, gutherrenartigen Anordnungen von Gesundheitsämtern stellen.

Das Vorgehen bei der Schließung von Kindereinrichtungen und Schulen lähmt jetzt schon empfindlich lange einen notwendigen Unterrichtsbetrieb , das Schuljahr 2020 ist für viele Kinder und ihre Familien zum weitgehend verlorenen Jahr in der Bildungsbiografie (für die Kinder und Jugendlichen)  und die Erwerbsbiografie für die Eltern geworden.

Massive Bedenken von Wirtschafts- und Finanzexperten werden zunehmend lauter und begründeter geäußert! Es ist wohl richtig, so wie es in Thüringen und Sachsen im Juni 2020 beginnend praktiziert werden wird, auf die Disziplin und den Sachverstand der Menschen zu setzen und so schnell wie möglich zu einem Leben der Gesellschaft zurückzukehren , wo die Menschen ihren Lebensunterhalt durch eigene Arbeit verdienen und die Kinder durch ein bewährtes Schulsystem wieder in vollem Umfang die Grundlagen ihres späteren Lebens schaffen.

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 Anmerkung  vom 28.06.2020 

Der vorstehende Artikel wurde am 02.06. 2020 abgeschlossen. Zwischenzeitlich häufen sich die öffentlichen Beiträge, Diskussionen und Wortmeldungen, die diese Aussagen unterstreichen bzw. vertiefen. Viele Zusammenhänge, die aus der persönlichen Wahrnehmung des Geschehens zunächst eher intuitiv abgeleitet wurden, haben sich durch Wortmeldungen kompetenter und besser informierte Persönlichkeiten sachlich bestätigt bzw. ergänzt.

Zwei  Beispiele:

Der Ex-Innenminister Thomas de Maizière (CDU.) vertrat die Meinung ,  "..der Föderalismus in Deutschland sollte nach der Corona-Pandemie auf seine Wirksamkeit hin genau überprüft werden.." Er sieht z.B. Grenzkontrollen innerhalb Deutschlands und den Mangel an einer zentralen Reserve-Lagerung bei  Schutzausrüstung kritisch. Vor allem ist aber die Tatsache sehr kritisch, dass es in der BRD als einer der wenigen europäischen Staaten kein einheitliches Katastrophenschutz- Gesetz gebe. ( Das leistungsfähige DDR- Gesetz wurde ja bekanntlich bewusst 1990 als Makulatur verunglimpft.)

Wir haben im Verlaufe der letzten Monate gesehen, welche schwerwiegende Einschränkung des Katastrophen- Managements des Bundes  eine derartige Sachlage verursacht. Wenn man dazu noch die Tatsache  betrachtet, dass parallel zum Corona- Geschehen im Frühjahr 2020 das Infektionsschutzgesetz im Eilverfahren wesentlich überarbeitet und zu einer Art Ermächtigungsgesetz gemacht wurde, sollte  man das Corona- Geschehen als Weckruf zur umfassenden Reform des Föderalismus- Konzeptes aufgreifen!

In einer Diskussion in der Sächsischen Staatskanzlei am 28.05. 2020 vertrat Herr Prof. Dierich einen Standpunkt (Video ab ca. 1,35 min), der von einem großen Teil der findenden  Kommentare der Youtube-Seite mit großer Zustimmung aufgenommen wurde. Er stellte einen gravierenden Widerspruch zwischen der eigenen Wahrnehmung und der offiziellen Berichterstattung fest und bemängelte deutlich die verwirrenden, sich ständig ändernden Darstellungen  der RKI . Die Medien und die Politik verstanden es nicht, eine sachliche Berichterstattung zu sichern und Panikmache und Hysterie waren unverkennbar. Die Meinung großer Teile der Bevölkerung bzgl. einer  bewussten Vertuschung von Mangelsituationen und des ständigen Wechsels von Beratern und Experten waren also auch nach seinen Worten eine breite Erscheinung und bestätigen meine relativ frühzeitige Darstellung.

Es bleibt also zu hoffen, dass an Stelle einer " Selbst-Beweihräucherung" durch Behörden und Verantwortliche, fast Alles richtig gemacht zu haben, eine nachhaltige Aufarbeitung der Erkenntnisse aus den vielen Fehlern und Mängeln des Regierungshandelns erfolgt.

Liebe Leser- bleiben Sie gesund !